Einführung zu ARINC 818 (Teil 2)


Interface Control Document

Umsetzungen nach ARINC 818 sind nur dann kompatibel, wenn diese dasselbe ICD („Interface Control Document“) teilen. Aus diesem Grunde müssen Umsetzungen immer mit einem ICD verknüpft sein. In einem ICD werden unter anderem die folgenden grundlegenden Merkmale festgelegt:

  • Videoauflösung;
  • Abtastungstyp;
  • Bildwiederholrate;
  • Pixelformat.

Es werden auch Eigenschaften komplexerer Systeme abgedeckt.

Übertragung eines XGA-Videobildes mit 24-Bit-RGB über ARINC 818
Übertragung eines XGA-Videobildes mit 24-Bit-RGB über ARINC 818


ADVB-Bilderstruktur

Einzelheiten zu ADVB-Bildern
Einzelheiten zu ADVB-Bildern


ADVB-Bilderstruktur

Leerzeichen: Zwischen ADVB-Bildern werden Leerzeichen übertragen. Üblicherweise werden sechs Sätze aus Leerzeichen zwischen jedem FC-Bild benötigt. Bei der Übertragung kann die Anzahl der Sätze aus Leerzeichen zwischen den ADVB-Bildern zur Zeitsteuerung der Videobilder variiert werden (Einstellung der horizontalen Austastlücke).

Bildanfang (SoF, „Start of Frame“): ARINC 818 ist unabhängig von der Service-Klasse (CoS, „Class of Service“). Aktuell bestehen Umsetzungen nach Klasse 1 (Class 1) und Klasse 3 (Class 3).

Nutzdaten („Payloads“): Das erste Bild der Datensequenz eines ADVB-Containers umfasst den Container-Header und die Zusatzdaten des Objekts 0 als Nutzdaten. Die folgenden Bilder der Container-Sequenz umfassten die Videopixeldaten des Objekts 2. Diese sind auf 2112 Bytes begrenzt, wodurch eine einzelne Videozeile unter Umständen in mehrere ADVB-Bilder aufgeteilt werden muss. Im Beispiel mit XGA erfordern 1024 RGB-Pixel in einer Videozeile drei Bytes (3072 Bytes pro Zeile), sodass eine Videozeile in zwei ADVB-Bilder aus 2112 Bytes aufgeteilt werden muss.

Zyklische Redundanzprüfung (CRC): Nachdem ein Videobild übertragen wurde, folgt eine CRC-Prüfmenge aus 4 Bytes zur Fehlererkennung. Dabei kommt das folgende 32-Bit-Polynom zum Einsatz:

X32 + X26 + X23 + X22 + X16 + X12 + X11 + X10 + X8 + X7 + X5 + X4 + X2 + X + 1

Bildende (EoF, „End of Frame“): Alle Bilder mit Ausnahme des letzten Bildes der Übertragungssequenz eines ADVB-Containers verwenden den EOFn-Satz („End of Frame Normal“), der mit RD-Negativ oder RD-Positiv beginnt.

Das letzte Bild der Übertragungssequenz eines FC-AV-Containers verwendet den EOFt-Satz („End of Frame Terminate“), der mit RD-Negativ oder RD-Positiv beginnt.

Seit der Einführung von ARINC 818 vor mehr als einem Jahrzehnt haben benutzerdefinierte Umsetzungen zu einem überarbeiteten Standard geführt, der beispielsweise um Schaltfunktionen, Rückkanäle zur ausschließlichen Übertragung von Daten (beispielsweise zur Steuerung von Sensorbehältern) und lokal höhere Bildwiederholraten als im Rest des Bildes erweitert wurde. Höhere Verbindungsraten im Zusammenhang mit dem Protokoll ARINC 818, derzeit bis zu 28,05 Gigabit pro Sekunde, sind bereits möglich, um auch von den schnelleren FPGA der Zukunft profitieren zu können.

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